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Direktorentreffen der österreichischen Diözesankonservatorien

Zum ersten Mal fand dieser Tage in Wien ein Treffen aller Direktoren der vier österreichischen Diözesankonservatorien statt. Verantwortliche sehen Kirchenmusikausbildung als wertvollen Beitrag für Kirche und Gesellschaft.

 

Zum ersten Mal fand dieser Tage in Wien ein Treffen aller Direktoren der vier österreichischen Diözesankonservatorien statt. Das hat die Erzdiözese Wien am Mittwoch mitgeteilt. Johannes Chum (Graz), P. Ewald Donhoffer (Linz), Michael Poglitsch (St. Pölten) und die Gastgeberin des Treffens Mirjam Schmidt, Direktorin des Wiener Diözesankonservatoriums, berieten über Herausforderungen und Perspektiven der Kirchenmusikausbildung. Das wachsende Interesse an der Kirchenmusikausbildung zeige das umfassende Potenzial der "Musica Sacra, die religiöse, ästhetische, soziale und kulturelle Bildung vereint", wie es hieß.

Die Direktoren waren sich einig, dass durch die kirchenmusikalische Ausbildung auch der Zugang zu wesentlichen Glaubensinhalten vermittelt wird. Eine fundierte liturgische Ausbildung sei deshalb auch ein wesentliches Element der Ausbildung und wichtiges Aufgabenfeld für die Zukunft.

In der ästhetischen Begegnung mit qualitativ hochstehender Musik erfüllten die Konservatorien dabei eine wichtige Zielsetzung des österreichischen Schulorganisationsgesetzes. "Verlangt wird von den Schulen die Ausrichtung an den Werten des Wahren, Guten und Schönen, wie es der Gesetzgeber formuliert. Diese Forderung kann an den Konservatorien für Kirchenmusik umfassend verwirklicht werden", erläuterte Direktorin Schmidt. Die Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler zur Orientierung an religiösen, sozialen und moralischen Werten werde an den Konservatorien durch die von christlichen Werten geprägte, anspruchsvolle Schulkultur gefördert und bilde somit einen wertvollen Beitrag in Kirche und Gesellschaft.

Die Direktoren betonten, dass dieser Beitrag durch eine Vernetzung mit anderen Bildungseinrichtungen noch besser zur Entfaltung gebracht werden könne, was auch Auswirkungen auf die Studierendenzahlen hat: "In Graz hat diese stärkere Vernetzung, vor allem durch die Übersiedlung auf den diözesanen Bildungs-Campus fast zu einer Verdopplung der Studierendenzahlen am Konservatorium für Kirchenmusik geführt", berichtete Direktor Chum. Das wiederum seien gute Aussichten für das Linzer Konservatorium, das Teil des neuen "campus 7" der Diözese Linz werden wird, der sich zurzeit in der Abschlussphase der Bauplanung befindet.

KATHPRESS, 29.4.2026
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DVR-0029874 (046)

 

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